Kaufgelegenheit für Aktien?
02/08/11 10:44
Seit einigen Wochen waren in den wichtigen Volkswirtschaften Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung erkennbar, die Aktienmärkte haben hierauf jedoch erst jetzt reagiert. Bei den jetzt erreichten niedrigeren Aktienkursen und gleichzeitig sehr niedrigen Anleiherenditen hat sich das Gewicht daher wieder zugunsten von ausgewählten Qualitätsaktien verschoben. Auch die heutige Marktreaktion zeigt, dass es selbst in schwierigem Umfeld interessante Aktien gibt, die nicht in den Strudel der fallenden Kurse gerissen werden. Für Aktien spricht auch, dass die weltweite Abschwächung wahrscheinlich nur temporär ist und es insbesondere in China zu keiner harten Landung kommt. Zwar ist der gestern veröffentlichte vielbeachtete Einkaufsmanagerindex zum wiederholten Male gefallen, das Tempo des Rückgangs hat jedoch abgenommen. Einzelne Komponenten dieses Indizes lassen ebenfalls auf eine Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft schliessen. Vor einem verstärkten Einstieg in die Aktienmärkte warten wir jedoch auf eine Stabilisierung der Inflationsraten in den Schwellenländern. Zumindest die verhaltenere Entwicklung der Rohstoffpreise könnte hierfür ein Indiz sein.
Keine nachhaltige Dollarschwäche erwartet bei anhaltendem amerikanischen Schuldendebakel
27/07/11 09:13
Das Gerangel um eine Lösung der Schuldenkrise in den USA hat bereits zu einem erheblichen Vertrauensschaden geführt und auch die amerikanische Währung geschwächt. Zur Schwäche der amerikanischen Währung trägt weiterhin das verhaltene Wachstum der amerikanischen Volkswirtschaft bei, welches durch mögliche Einsparmassnahmen im Haushalt zusätzlich leiden könnte, dies ist ein Grund für anhaltend tiefe Zinsen und ein Grund für einen tendenziell schwächeren Dollar. Eine nachhaltige Schwäche ist jedoch aus zwei Gründen nicht zu erwarten:
- auch Europa leidet an strukturellen Problemen, die sich immer wieder manifestieren werden (Schuldenproblematik und alternde Bevölkerung)
- für Verkäufer von US-Dollar gibt es einfach zu wenig Alternativen, jeder Verkäufer muss eine andere Währung kaufen und die möglichen alternativen Währungen wie Euro, Schweizer Franken oder Pfund Sterling sind einfach nicht ergiebig genug, um eine hohe anhaltende Nachfrage zu befriedigen. Aufgrund von möglichen Leerverkäufen sind jedoch temporäre Übertreibungen möglich.
Jürgen Brückner, CIO
- auch Europa leidet an strukturellen Problemen, die sich immer wieder manifestieren werden (Schuldenproblematik und alternde Bevölkerung)
- für Verkäufer von US-Dollar gibt es einfach zu wenig Alternativen, jeder Verkäufer muss eine andere Währung kaufen und die möglichen alternativen Währungen wie Euro, Schweizer Franken oder Pfund Sterling sind einfach nicht ergiebig genug, um eine hohe anhaltende Nachfrage zu befriedigen. Aufgrund von möglichen Leerverkäufen sind jedoch temporäre Übertreibungen möglich.
Jürgen Brückner, CIO
